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DGLR und MTU Aero Engines: Wolfgang-Heilmann-Preis 2021 geht an Niklas Bürkle

Niklas Bürkle erhält den Wolfgang-Heilmann-Preis 2021. Die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung geht an den 27-Jährigen für seine Masterarbeit zum Thema „Numerische Untersuchung der Spraydispersion eines luftgestützten Kraftstoffzerstäubers in Flugtriebwerken“. Dafür hatte er am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Traumnote 1,0 erhalten. Bürkle hat dort Maschinenbau studiert und promoviert jetzt am Institut für Thermische Strömungsmaschinen.

Der Wolfgang-Heilmann-Preis wird jedes Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergeben. Stifter ist die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Coronabedingt kann die Ehrung des Preisträgers nicht wie üblich im Rahmen des Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses (DLRK) erfolgen, sondern soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der DLRK 2021 findet vom 31. August bis 2. September virtuell statt. Bürkle wird am zweiten Veranstaltungstag einen Vortrag über seine Arbeit halten.   

„Niklas Bürkle leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Zerstäubungsprozesses der Kraftstoffeinspritzung in Fluggasturbinen“, würdigt Dr. Martin Metscher, Leiter Technologiemanagement der MTU Aero Engines in München, die Resultate der Masterarbeit. Durch Optimierungen der Verbrennungsprozesse in Triebwerksbrennkammern ließen sich Schadstoffe ohne Effizienzeinbußen maßgeblich reduzieren, ordnet Metscher ein. Da das Emissionsverhalten der Brennkammer entscheidend von der Zerstäuberdüse beeinflusst wird, gelte es, ihr Verhalten zu verstehen. Metscher: „Durch die Untersuchungen ist es Niklas Bürkle gelungen, fundierte theoretische Kenntnisse und ein umfassendes Verständnis der komplexen physikalischen Strömungsvorgänge sowie des numerischen Hintergrunds zu gewinnen und zu demonstrieren.“ Weiterer Vorteil: „Die simulative Untersuchung einer Brennkammer bietet den Vorteil, dass ihre Funktionsweise analysiert werden kann, ohne einen kostenintensiven Prüfstand zu entwickeln.“ 

Die MTU würdigt mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis jährlich akademische Nachwuchskräfte. Zwischen dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der MTU besteht eine langjährige, sehr erfolgreiche Kooperation in der Technologie-Entwicklung, deren Ergebnisse in bedeutende MTU-Zukunftsprojekte einfließen. Der Preis erinnert an Prof. Dr. Wolfgang Heilmann, der bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1989 Geschäftsführer für den Bereich Entwicklung der beiden damaligen MTU-Gesellschaften war. Heilmann hat in Karlsruhe gelehrt und wurde 1986 von der Universität zum Honorar-Professor ernannt. 1990 lobte die MTU den nach ihm benannten Preis aus.

 

Über die MTU Aero Engines

Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 3 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2020 haben rund 10.000 Mitarbeiter:innen einen Umsatz von knapp vier Milliarden Euro erwirtschaftet.

 

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